Die Aufgabenstellung
Heiße Rauchgase sollen zur Erzeugung von Dampf oder Heißwasser genutzt werden. Die erreichbare Leistung hängt von Brennstoff, Luftüberschuss, Rauchgaszusammensetzung und der zulässigen Abgastemperatur ab.
Eine zu niedrige Austrittstemperatur verbessert scheinbar den Wirkungsgrad, kann aber den Säuretaupunkt unterschreiten und Korrosion verursachen. Heizfläche, rauchgasseitiger Druckverlust, Kaminzug und Gebläseleistung bilden daher eine gekoppelte Optimierung.
Erforderliche Auslegungsdaten
- Brennstoffzusammensetzung, Leistung und Luftüberschuss
- Rauchgaseintritt und zulässige Austrittstemperatur
- Dampf-/Wasserdruck und Speisewasserzustand
- Zulässiger Gegendruck, Brennstoffschwefel und Werkstoffe
Technischer Lösungsweg
Verbrennung bilanzieren
Luftbedarf, Rauchgasmenge und Zusammensetzung werden aus Brennstoff und Luftüberschuss bestimmt.
Nutzbare Wärme festlegen
Enthalpiestrom, Strahlungs- und Abgasverluste liefern die übertragbare Leistung.
Heizfläche auslegen
Temperaturprogramm, Wärmeübergang und Verschmutzungsreserven bestimmen Bündel und Rohrschlange.
Rauchgasweg prüfen
Bündeldruckverlust und statischer Kaminzug werden über alle Lastpunkte abgeglichen.
Korrosions- und Sicherheitsgrenzen prüfen
Austritt und kalte Oberflächen bleiben mit Reserve oberhalb des Säuretaupunkts; Dampfseite und Störfälle werden abgesichert.
Erwartete Ergebnisse
Geeignete SOL-ALPHA-Module
Die Module sind eine fachlich plausible Werkzeugkette. Ihre endgültige Auswahl und Reihenfolge wird bei der späteren konkreten Berechnung anhand des Regelwerks und der Projektrandbedingungen bestätigt.