Die Aufgabenstellung
Ein Produkt muss über längere Stillstandszeiten oberhalb seiner Erstarrungs- oder Mindestpumpentemperatur gehalten werden. Wärmeverluste ändern sich mit Füllhöhe, Umgebung, Wind, Dämmung und den nicht benetzten Flächen.
Beim Befüllen, Entleeren und Abkühlen verdrängt oder kontrahiert das Gaspolster. Besonders die schnelle Kondensation von Dampf kann einen stärkeren Unterdruck erzeugen als die normale Entleerung. Heizleistung und Tankatmung müssen deshalb gemeinsam betrachtet werden.
Erforderliche Auslegungsdaten
- Tankgeometrie und Füllstandsbereich
- Produktdaten und Mindesttemperatur
- Umgebungs-, Wind- und Dämmbedingungen
- Befüll-, Entleer- und Abkühlraten
Technischer Lösungsweg
Geometrie und Füllstand abbilden
Volumen, benetzte Fläche und Gasraum werden über dem gesamten Füllstandsbereich bestimmt.
Wärmeverluste berechnen
Mantel, Dach, Boden, Stutzen und Rohrleitungen werden mit ihren jeweiligen Randbedingungen bilanziert.
Heizsystem dimensionieren
Halteleistung und Wiederaufheizung werden getrennt; Begleitheizung oder Heizfläche erhält Reserve für den ungünstigsten Zustand.
Druckverlauf simulieren
Befüllen, Entleeren und Abkühlen mit möglicher Kondensation werden hinsichtlich Gasraumdruck untersucht.
Be- und Entlüftung festlegen
Normalatmung, Notentlüftung und Vakuumbrecher werden passend zu den getrennten Lastfällen dimensioniert.
Erwartete Ergebnisse
Geeignete SOL-ALPHA-Module
Die Module sind eine fachlich plausible Werkzeugkette. Ihre endgültige Auswahl und Reihenfolge wird bei der späteren konkreten Berechnung anhand des Regelwerks und der Projektrandbedingungen bestätigt.