CAD Programm für Rohrbündelwärmeübertrager berechnen – Modul WTSC

Das Modul W-CAD erstellt aus den Berechnungsdaten des Wärmetauscher-Auslegungsmoduls WTS eine maßstäbliche Zeichnung des Rohrbündelwärmeübertragers und legt sie als DXF-Datei ab.

Modul WTSCRegelwerk ModulspezifischLesedauer 4 minDE / EN

Aufgabenstellung und Berechnungsziel

Das Modul W-CAD erstellt aus den Berechnungsdaten des Wärmetauscher-Auslegungsmoduls WTS eine maßstäbliche Zeichnung des Rohrbündelwärmeübertragers und legt sie als DXF-Datei ab. Die Zeichnung folgt der TEMA-Typbezeichnung des Apparates (Frontkopf, Mantel, Endkopf) und stellt Mantel, Rohrbündel, Rohrböden, Ein- und Austrittsstutzen sowie die Flanschverbindungen dimensionsgerecht dar.

Hinterlegte DIN-Flanschkataloge sorgen dafür, dass Flanschanschlussnennweiten, Druckstufen und Flanschtypen der Stutzen mit ihren tatsächlichen Katalogabmessungen gezeichnet werden — die Darstellung ist damit nicht nur schematisch, sondern maßlich belastbar. Betriebsdaten wie Eintritts- und Austrittstemperaturen, Eintrittsdrücke, Berechnungstemperatur und Berechnungsdruck beider Seiten begleiten die Geometrie und dokumentieren den Auslegungszustand des Apparates.

In der Praxis schließt W-CAD die Lücke zwischen thermischer Auslegung und Konstruktion: Die DXF-Ausgabe kann direkt in CAD-Systeme übernommen und dort zur Aufstellungsplanung, Anfragezeichnung oder als Grundlage der Fertigungszeichnung weiterbearbeitet werden — ohne dass die Hauptabmessungen manuell aus dem Berechnungsprotokoll abgetragen werden müssen.

So läuft die Berechnung ab

  1. Berechnungsdaten aus WTS übernehmen: Die geometrischen und thermischen Ergebnisse der Wärmetauscherauslegung — Innendurchmesser, Rohrbündeldaten, Temperaturen und Drücke beider Seiten — werden aus dem Modul WTS in das Zeichnungsmodul übernommen.
  2. Bauform über den TEMA-Typ festlegen: Die dreistellige TEMA-Bezeichnung für Frontkopf, Mantel und Endkopf (z. B. BEM, BEU, AES) bestimmt die dargestellte Bauform: Festrohrboden, U-Rohr-Bündel oder Schwimmkopf mit den zugehörigen Kopf- und Deckelvarianten.
  3. Stutzen und Flansche zuordnen: Für Ein- und Austrittsstutzen beider Seiten werden Flanschanschlussnennweite, Druckstufe und Flanschtyp gewählt; die Abmessungen werden aus den hinterlegten DIN-Flanschkatalogen übernommen, Stutzenwanddicke und Außendurchmesser ergänzen die Anschlussgeometrie.
  4. Maßstäbliche Zeichnung generieren: Das Programm setzt Mantel, Bündel, Rohrböden, Köpfe und Stutzen zu einer maßstäblichen Apparatezeichnung zusammen und beschriftet die maßgebenden Abmessungen und Auslegungsdaten.
  5. DXF-Export: Die Zeichnung wird als DXF-Datei gespeichert und kann in jedem gängigen CAD-System geöffnet, ergänzt und in die Anlagen- oder Fertigungsplanung übernommen werden.
Eingabegrößen24 / 91 Größen
GrößeSymbolEinheit
Eintrittstemperaturϑe,i ϑe,a
Austrittstemperatur ϑa,aϑa,i
Eintrittstemperaturϑe,i ϑe,a
Austrittstemperatur ϑa,aϑa,i
Rohraußendurchmesser Rohrinnendurchmesserda di
Rohraußendurchmesser Rohrinnendurchmesserda di
Mittlere Temperaturϑm,i ϑm,a
Mittlere Temperaturϑm,i ϑm,a
Eintrittsdruck (abs.)pi pa
Eintrittsdruck (abs.)pi pa
Mantelaußendurchmesser MantelwanddickeDa sa
Mantelaußendurchmesser MantelwanddickeDa sa
Rohrteilung (quer) Rohrteilung (längs)s1 s2
Rohrteilung (quer) Rohrteilung (längs)s1 s2
Teilungswinkel GassenbreiteΦ b
Anzahl der RohreR
MantelinnendurchmesserDi
Anzahl der rohrseitigen Durchgänge nR
Bohrung im Umlenkblech Größe des Fensters
Abstand Bündel-Mantel
Abst. der Umlenkbleche Anzahl Umlenkbleche / Gang
Abst. RB-1.Umlenkblech
Bündellänge (ausgeführt)la
FlanschanschlussnennweiteDN DN

Berechnungsoptionen

Eintrittsstutzen

aufgesetzt · eingesetzt · durchgesteckt

Eintrittsstutzen

aufgesetzt · eingesetzt · durchgesteckt

Austrittsstutzen

aufgesetzt · eingesetzt · durchgesteckt

Austrittsstutzen

aufgesetzt · eingesetzt · durchgesteckt

Flanschtyp

Festflansch (Vorschweißflansch) mit Ansatz · Festflansch (Vorschweißflansch) ohne Ansatz

Flanschtyp

Festflansch (Vorschweißflansch) mit Ansatz · Festflansch (Vorschweißflansch) ohne Ansatz

Flanschtyp

Festflansch (Vorschweißflansch) mit Ansatz · Festflansch (Vorschweißflansch) ohne Ansatz

Flanschtyp

Festflansch (Vorschweißflansch) mit Ansatz · Festflansch (Vorschweißflansch) ohne Ansatz

Häufige Fragen

Ersetzt die W-CAD-Zeichnung die Fertigungszeichnung des Apparatebauers?

Nein. W-CAD liefert eine maßstäbliche Entwurfs- und Dokumentationszeichnung auf Basis der Auslegungsdaten — ideal für Anfragen, Angebote, Aufstellungsplanung und die Kommunikation zwischen Verfahrens- und Apparatetechnik. Fertigungsdetails wie Schweißnahtvorbereitungen, Toleranzen, Auflagerdetails und Prüfvermerke ergänzt der Apparatebauer in seiner eigenen Konstruktion; die DXF-Datei dient dafür als geometrisch verlässliche Grundlage.

Was bedeutet die TEMA-Typbezeichnung aus drei Buchstaben?

Die TEMA-Norm kennzeichnet Rohrbündelwärmeübertrager mit drei Buchstaben für Frontkopf, Mantelbauart und Endkopf. Ein BEM hat beispielsweise einen geschraubten Frontkopf mit Deckel (B), einen Einweg-Mantel (E) und einen fest eingeschweißten Rohrboden (M); ein BEU besitzt ein U-Rohr-Bündel. Die Bezeichnung legt damit auch fest, ob das Bündel ziehbar ist und wie Wärmedehnungen zwischen Mantel und Rohren aufgenommen werden.

Woher stammen die dargestellten Flanschabmessungen?

Im Modul sind DIN-Flanschkataloge hinterlegt. Aus Flanschanschlussnennweite, Druckstufe und Flanschtyp werden die realen Katalogabmessungen (Blattdurchmesser, Blattdicke, Lochkreis) entnommen und maßgerecht gezeichnet. Damit stimmen die Anschlussmaße der Zeichnung mit den später verbauten Normflanschen überein — wichtig für die Rohrleitungsplanung.

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