Modul MESK: Inhalt in fachlicher Prüfung

Das Modul MESK stellt die thermophysikalischen Stoffwerte eines Kühlmittels bereit: Dichte, spezifische Wärmekapazität, dynamische Viskosität, Wärmeleitfähigkeit und die daraus gebildete Prandtl-Zahl, jeweils unter Berücksichtigung des Phasenzustands.

Modul MESKRegelwerk ModulspezifischLesedauer 5 minDE / EN

Aufgabenstellung und Berechnungsziel

Das Modul MESK stellt die thermophysikalischen Stoffwerte eines Kühlmittels bereit: Dichte, spezifische Wärmekapazität, dynamische Viskosität, Wärmeleitfähigkeit und die daraus gebildete Prandtl-Zahl, jeweils unter Berücksichtigung des Phasenzustands. Diese Größen sind die Eingangsdaten praktisch jeder wärmetechnischen Rechnung – ohne konsistente Stoffwerte lassen sich weder Wärmeübergangskoeffizienten noch Druckverluste belastbar bestimmen.

In der Praxis wird das Modul als Stoffdaten-Baustein innerhalb umfassenderer Berechnungen eingesetzt, etwa bei der Auslegung von Kühlkreisläufen, Kühlmänteln oder Wärmeübertragern: Wer den Wärmeübergang eines Kühlmittels berechnen will, benötigt Prandtl-Zahl und Wärmeleitfähigkeit für die Nusselt-Korrelation sowie Dichte und Viskosität für die Reynolds-Zahl und den Druckverlust. Die Auswertung erfolgt beim jeweiligen Betriebszustand, sodass die Temperaturabhängigkeit der Stoffwerte korrekt in die nachgelagerten Rechnungen eingeht.

So läuft die Berechnung ab

  1. Kühlmittel und Phasenzustand festlegen: Zunächst wird der Phasenzustand des Kühlmittels bestimmt, denn Stoffwertkorrelationen gelten immer nur für eine Phase; Flüssigkeit und Dampf/Gas unterscheiden sich in Dichte und Viskosität um Größenordnungen.
  2. Stoffwerte beim Betriebszustand auswerten: Für den vorgegebenen Zustand werden Dichte, spezifische Wärmekapazität, dynamische Viskosität und Wärmeleitfähigkeit des Kühlmittels aus den hinterlegten Korrelationen berechnet.
  3. Abgeleitete Kennzahlen bilden: Aus Viskosität, Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit wird die Prandtl-Zahl Pr = η·cp/λ gebildet – die zentrale Stoffkennzahl für alle Wärmeübergangskorrelationen.
  4. Werte an die Hauptrechnung übergeben: Die Stoffwerte fließen in nachgelagerte Module ein, etwa zur Berechnung von Reynolds- und Nusselt-Zahl, Wärmeübergangskoeffizient und Druckverlust des Kühlkreislaufs.
Eingabegrößen24 / 80 Größen
GrößeSymbolEinheit
Konsensator Übersicht anzeigen
Rohrspiegel Übersicht anzeigen
Bauform wählen
Rohrspiegel Typ
Variable 12
Variable 13in
Variable 14pD,in
Variable 15pGuess
Variable 16TD,in
Variable 17
Variable 18F,in
Phasenzustand
Variable 20CM
Variable 21pCM,in
Variable 22TCM,in
Kühlmittel
Spezifische Wärmekapazität Kühlmittelcp,KM
Dynamische Viskosität KühlmittelηKM
Prandtl-Zahl KühlmittelPrKM
Wärmeleitfähigkeit KühlmittelλKM
Rohraußendurchmesserda
Rohrinnendurchmesserdi
Rohrteilung (quer)s1
Rohrteilung (längs)s2
Berechnungsergebnisse24 / 127 Größen
GrößeSymbolEinheit
KondensationsflächeAkond
DruckverlustΔpD
Geschwindigkeit EintrittvD,ein
Geschwindigkeit AustrittvD,aus
Geschwindigkeit im 1. Umlenkblech-FenstervD,Bl1
DruckverlustΔpKM
GeschwindigkeitvKM
ReynoldszahlReKM
WärmeübergangszahlαKM
Variable 69
Variable 70
Variable 71
Variable 72
Variable 73
Variable 74
Variable 75
Variable 76
Variable 77
Variable 78
Variable 79
Variable 80
Variable 81
Variable 82
Variable 83

Berechnungsoptionen

Bauform wählen

Typ 100 mantelseitiger Kondensator · Typ 100 mantelseitiger Kondensator "reverse" · Typ 200 rohrseitiger Kondensator · Typ 200 rohrseitiger Kondensator "reverse" · Typ 300 mantelseitiger Kondensator · Typ 320 mantelseitiger Kondensator "reverse" · Typ 400 rohrseitiger Kondensator · Typ 500 rohrseitiger Kondensator · Typ 1000 Platten-Kondensator

Rohrspiegel Typ

Eingängig (Typ 0) · Zweigängig (Typ 1) · Viergängig (übereinander, Typ 2)

Variable 17

Nein · Ja

Phasenzustand

gasförmig · flüssig

Kühlmittel

Wasser H2O · Ammoniak NH3 · Stickstoff N2 · Refrigerant 22 CHCLF2 · Refrigerant 134a C2H2F2 · Refrigerant 152a C2H2F2 · ATLAS "T-Oil" · Stoffdaten-Server · Eigene Eingabe

Zentralrohr?

Nein · Ja

Variable 217

Kreisrippen · Lamellen

Kühlmittelseitig

Vertikal aufwärts · Vertikal abwärts · Horizontal von links · Horizontal von rechts

Häufige Fragen

Bei welcher Temperatur sollen die Stoffwerte ausgewertet werden?

Üblich ist die Auswertung bei der mittleren Fluidtemperatur des betrachteten Abschnitts. Bei großen Temperaturdifferenzen zwischen Wand und Fluid verlangen viele Nusselt-Korrelationen zusätzlich einen Korrekturfaktor mit der Viskosität bzw. Prandtl-Zahl bei Wandtemperatur – dafür müssen die Stoffwerte gegebenenfalls zweimal ausgewertet werden.

Warum ist die Prandtl-Zahl für die Kühlmittelauswahl so wichtig?

Die Prandtl-Zahl beschreibt das Verhältnis von Impuls- zu Wärmetransport. Wasser (Pr ≈ 2–7) und wasserbasierte Gemische übertragen Wärme bei gleicher Strömung deutlich besser als hochviskose Öle (Pr bis in die Tausende); bei Gasen liegt Pr um 0,7. Über die Nusselt-Korrelation geht Pr direkt in den erreichbaren Wärmeübergangskoeffizienten ein.

Was ist bei Kühlmittelgemischen wie Wasser-Glykol zu beachten?

Zusätze verändern alle Stoffwerte gleichzeitig: Glykol senkt beispielsweise Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität und erhöht die Viskosität erheblich, besonders bei tiefen Temperaturen. Ein Frostschutzgemisch braucht daher bei gleicher Kühlleistung mehr Umwälzmenge und liefert schlechteren Wärmeübergang als reines Wasser – die Stoffwerte müssen für die tatsächliche Konzentration angesetzt werden.

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