SOL ALPHA
Druckbehälter · Hebeösen und Tragzapfen

Druckbehälter für Transport und Aufrichtung nachweisen

Hebeösen, Tragzapfen und lokale Schalenbeanspruchung für Transport, Kranhub und Aufrichtung eines Behälters auslegen.

5 Lösungsschritte4 passende ModuleStatus: Lösungsansatz

Die Aufgabenstellung

Ein großer Druckbehälter wird horizontal transportiert, mit zwei Kränen angehoben und am Aufstellort in die Vertikale gedreht. Während des Aufrichtens ändern sich Seilwinkel, Auflagerreaktionen und der wirksame Hebelarm kontinuierlich. Prüfgewicht, Einbauten und temporäre Anbauteile können den Schwerpunkt verschieben.

Die Hebezeuge sind nicht nur auf Zug zu prüfen. Lochleibung, Nettoquerschnitt, Schweißnähte, Biegung des Tragzapfens und lokale Schalenbeanspruchung am Anschluss müssen für den ungünstigsten Zwischenwinkel nachgewiesen werden. Dynamik- und Schiefzugbeiwerte sind projektgerecht anzusetzen.

Erforderliche Auslegungsdaten

  • Behältergewichte und Schwerpunkt für alle Montagezustände
  • Hebe- und Aufrichtsequenz mit Seilgeometrie
  • Hebeösen-, Zapfen- und Anschlussgeometrie
  • Dynamik-, Schiefzug- und Sicherheitsbeiwerte

Technischer Lösungsweg

Montagezustände definieren

Transport, horizontaler Hub, Zwischenwinkel und vertikale Endlage werden als getrennte Lastfälle erfasst.

Kräfte statisch auflösen

Kran-, Seil- und Tailreaktionen werden aus Gewicht, Schwerpunkt und Geometrie für jeden Winkel berechnet.

Hebezeuge dimensionieren

Ösen und Zapfen werden auf Zug, Schub, Biegung, Lochleibung und lokale Stabilität geprüft.

Anschlüsse nachweisen

Schweißnähte und lokale Schalenbeanspruchungen werden mit realem Lastangriff bewertet.

Hebeanweisung festlegen

Zulässige Anschlagwinkel, Kranlasten, Spreizen und temporäre Verstärkungen werden für die Montage dokumentiert.

Erwartete Ergebnisse

Lasten für alle Hebezustände
Hebeösen- und Tragzapfennachweis
Schweißnaht- und Schalennachweis
Zulässige Anschlag- und Aufrichtanweisung

Geeignete SOL-ALPHA-Module

Die Module sind eine fachlich plausible Werkzeugkette. Ihre endgültige Auswahl und Reihenfolge wird bei der späteren konkreten Berechnung anhand des Regelwerks und der Projektrandbedingungen bestätigt.