Die Aufgabenstellung
Eine Flüssigkeit soll aus einem Ausgangsbehälter durch Rohrleitung, Formstücke, Wärmetauscher und Regelventil in einen Zielbehälter gefördert werden. Füllstände und Betriebsdrücke ändern sich, sodass nicht ein einzelner Druckverlust, sondern ein Kennlinienband entsteht.
Die Pumpe muss den maximalen Förderfall erreichen, darf im Minimalfall aber nicht zu weit rechts oder links auf ihrer Kennlinie arbeiten. NPSH, Mindeststrom, Ventilautorität und Druckstoß beim schnellen Schließen sind ebenso wichtig wie der Nennbetrieb.
Erforderliche Auslegungsdaten
- Minimal-, Normal- und Maximalvolumenstrom
- Füllstände und Drücke beider Behälter
- Leitungslängen, Nennweiten, Rauheit und Einbauten
- Pumpenkennlinie, Dampfdruck und Schließzeiten
Technischer Lösungsweg
Betriebsfälle aufstellen
Statische Druckdifferenz und geodätische Höhe werden für alle Kombinationen von Füllstand und Behälterdruck bestimmt.
Rohrnetz berechnen
Rohrreibung und Einzelverluste werden über dem Volumenstrom zur Anlagenkennlinie zusammengeführt.
Pumpe auswählen
Betriebspunkte, Wirkungsgrad, Leistungsbedarf, Mindeststrom und spezifische Drehzahl werden geprüft.
Saugseite und Regelung prüfen
NPSH verfügbar wird mit NPSH erforderlich verglichen; das Regelventil erhält ausreichende, aber nicht unnötige Druckreserve.
Transienten bewerten
Schnelles Ventilschließen, Pumpenausfall und Rückströmung werden auf maximalen und minimalen Druck untersucht.
Erwartete Ergebnisse
Geeignete SOL-ALPHA-Module
Die Module sind eine fachlich plausible Werkzeugkette. Ihre endgültige Auswahl und Reihenfolge wird bei der späteren konkreten Berechnung anhand des Regelwerks und der Projektrandbedingungen bestätigt.