Die Aufgabenstellung
Eine räumliche Prozessrohrleitung verbindet heiße Apparate und weist im Betriebszustand große thermische Dehnungen auf. Zu steife Lagerung erzeugt hohe Kräfte an Stutzen; zu flexible Führung kann unzulässige Verschiebungen, Durchhang oder Schwingungsprobleme verursachen. Gewicht, Druck, Temperatur und gelegentliche Lasten sind getrennt und kombiniert zu betrachten.
Die Rohrleitung und die angeschlossenen Apparate bilden ein gekoppeltes System. Rohrspannungen innerhalb der Codegrenzen reichen nicht aus, wenn Stutzenlasten überschritten werden. Routing, Federhänger, Führungen oder Kompensatoren müssen iteriert werden, bis beide Seiten akzeptabel sind.
Erforderliche Auslegungsdaten
- Räumliches Rohrleitungsmodell und Nennweiten
- Temperaturfälle, Druck und Werkstoffe
- Lager-, Führungs- und Federkennwerte
- Zulässige Lasten aller Apparateanschlüsse
Technischer Lösungsweg
Lastfälle und Zustände definieren
Gewicht, Druck, Temperatur, Prüfung und gelegentliche Lasten werden codegerecht strukturiert.
Grundflexibilität bewerten
Elastizitätskriterium und thermische Verschiebungswege zeigen frühzeitig zu steife Leitungsabschnitte.
Rohrquerschnitte nachweisen
Geradrohre, Bögen, Abzweige und feste Anbauteile werden für die resultierenden Spannungen geprüft.
Stutzenlasten rückkoppeln
Kräfte und Momente an Apparaten werden mit deren zulässigen Lasten und lokalen Schalennachweisen verglichen.
Routing und Lager iterieren
Schleifen, Führungen, Festpunkte oder Federhänger werden angepasst, bis Spannungen, Verschiebungen und Anschlusslasten gemeinsam passen.
Erwartete Ergebnisse
Geeignete SOL-ALPHA-Module
Die Module sind eine fachlich plausible Werkzeugkette. Ihre endgültige Auswahl und Reihenfolge wird bei der späteren konkreten Berechnung anhand des Regelwerks und der Projektrandbedingungen bestätigt.