SOL ALPHA
Wärmeübertragung · U-Rohr-Wärmeübertrager

U-Rohr-Wärmeübertrager für große Temperaturdifferenzen auslegen

Thermische Leistung, U-Rohr-Bündel, Druckverlust, Schwingungen und Rohrboden bei großer Temperaturdifferenz auslegen.

5 Lösungsschritte5 passende ModuleStatus: Lösungsansatz

Die Aufgabenstellung

Zwei Medien mit großer Temperaturdifferenz sollen in einem Rohrbündelwärmeübertrager Wärme austauschen. Ein Festkopfapparat würde hohe Differenzdehnungskräfte erzeugen, weshalb eine U-Rohr-Bauform erwogen wird. Diese kann Wärmedehnung aufnehmen, erschwert aber mechanische Innenreinigung und führt zu unterschiedlichen Rohrlängen und Biegeradien.

Thermische Auslegung, Rohrbelegung, Mindestbiegeradius und Rohrboden müssen gemeinsam entwickelt werden. Mantelseitige Querströmung kann insbesondere im U-Bogen-Bereich Schwingungen anregen. Druckverlust, Reinigbarkeit und Austauschbarkeit des Bündels entscheiden neben der Fläche über die Eignung.

Erforderliche Auslegungsdaten

  • Medienströme und vollständiges Temperaturprogramm
  • Druckverlustgrenzen und Foulinganforderungen
  • Rohrwerkstoff, Durchmesser und Mindestbiegeradius
  • Reinigungs-, Wartungs- und Ausbauanforderungen

Technischer Lösungsweg

Bauform begründen

Differenzdehnung, Reinigbarkeit und Betriebsfälle werden zwischen Festkopf-, Schwimmkopf- und U-Rohr-Bauform verglichen.

Thermische Fläche auslegen

Temperaturprogramm, Wärmeübergang und Fouling liefern Fläche, Rohrlänge und Passzahl.

U-Rohr-Bündel geometrisch entwickeln

Rohrbelegung, Biegeradien, Abstände und wirksame Längen werden fertigungsgerecht festgelegt.

Hydraulik und Schwingungen prüfen

Rohr- und Manteldruckverlust sowie fluidelastische und wirbelerregte Schwingungen werden bewertet.

Rohrboden und Druckteil nachweisen

U-Rohr-Rohrboden, Mantel, Böden und Flansche werden mit der endgültigen Geometrie berechnet.

Erwartete Ergebnisse

Begründete TEMA-Bauform
Fläche und U-Rohr-Bündelgeometrie
Druckverlust- und Schwingungsnachweis
Rohrboden- und Druckteilabmessungen

Geeignete SOL-ALPHA-Module

Die Module sind eine fachlich plausible Werkzeugkette. Ihre endgültige Auswahl und Reihenfolge wird bei der späteren konkreten Berechnung anhand des Regelwerks und der Projektrandbedingungen bestätigt.