Die Aufgabenstellung
Feuchte Prozessluft soll auf einen vorgegebenen Taupunkt gebracht werden. Dazu wird sie unter den Taupunkt gekühlt, Kondensat abgeschieden und häufig auf die gewünschte Zulufttemperatur nacherwärmt oder mit Rückluft gemischt.
Sensible und latente Last müssen getrennt bilanziert werden. Bypassfaktor, nasse Kühleroberfläche, Kondensatablauf und Ventilatortemperaturerhöhung beeinflussen den tatsächlich erreichbaren Austrittszustand.
Erforderliche Auslegungsdaten
- Trocken- und Feuchtkugelzustand beziehungsweise relative Feuchte
- Zuluft-Taupunkt und Zieltemperatur
- Frisch-/Rückluftanteile
- Kältemitteltemperatur und Luftdruckverlust
Technischer Lösungsweg
Luftzustände bestimmen
Feuchtegehalt, Enthalpie und Taupunkt werden für jeden Eintrittsstrom berechnet.
Mischzustand bilden
Frisch- und Rückluft werden auf trockene Luft bezogen bilanziert.
Kühlung und Kondensation bilanzieren
Kühlleistung und Kondensatstrom folgen aus der Enthalpiedifferenz bis zum Kühleraustritt.
Kühler und Nacherhitzer auslegen
Fläche, Kühlmittelstrom und gegebenenfalls Nacherwärmung werden auf Taupunkt und Zulufttemperatur abgestimmt.
Ventilator integrieren
Filter-, Kühler- und Kanaldruckverlust sowie Ventilatorwärme werden in den Endzustand zurückgeführt.
Erwartete Ergebnisse
Geeignete SOL-ALPHA-Module
Die Module sind eine fachlich plausible Werkzeugkette. Ihre endgültige Auswahl und Reihenfolge wird bei der späteren konkreten Berechnung anhand des Regelwerks und der Projektrandbedingungen bestätigt.