Die Aufgabenstellung
Ein Silo nimmt ein Schüttgut auf, dessen Spannungszustand nicht hydrostatisch ist. Wandreibung, innerer Reibungswinkel, Schüttdichte und Fließmuster bestimmen horizontale und vertikale Lasten.
Beim exzentrischen Austrag können unsymmetrische Lasten entstehen, die deutlich kritischer als der symmetrische Füllfall sind. Trichter, Übergang, Ringträger und Auflager benötigen eigene lokale Nachweise; Wind und Erdbeben überlagern die Schüttgutlasten.
Erforderliche Auslegungsdaten
- Schüttdichte und charakteristische Reibungskennwerte
- Silo- und Trichtergeometrie
- Füllart, Austragsöffnung und Exzentrizität
- Wind-, Schnee- und Erdbebenstandort
Technischer Lösungsweg
Schüttgut klassifizieren
Kennwerte werden als charakteristische Bandbreiten und nicht nur als Einzelwerte angesetzt.
Fülllasten bestimmen
Horizontale Drücke, Wandreibung und vertikale Lasten werden über der Höhe berechnet.
Entleerfälle berechnen
Massen- oder Kernfluss sowie symmetrischer und exzentrischer Austrag werden getrennt untersucht.
Lokale Bereiche nachweisen
Trichter, Übergang, Öffnungen, Ringträger und Auflager werden mit den zugehörigen Lastkonzentrationen bewertet.
Äußere Lasten kombinieren
Wind und Erdbeben werden mit Betriebs-, Leer- und Füllzuständen zu maßgebenden Kombinationen überlagert.
Erwartete Ergebnisse
Geeignete SOL-ALPHA-Module
Die Module sind eine fachlich plausible Werkzeugkette. Ihre endgültige Auswahl und Reihenfolge wird bei der späteren konkreten Berechnung anhand des Regelwerks und der Projektrandbedingungen bestätigt.