Die Aufgabenstellung
Ein liegender Lagerbehälter enthält ein druckverflüssigtes Gas. Bei äußerer Brandbeaufschlagung wird Wärme in die benetzte Wand eingetragen und Flüssigkeit verdampft. Das Sicherheitsventil muss den erzeugten Dampf abführen, ohne dass der Behälterdruck den zulässigen Grenzwert überschreitet.
Der Feuerfall ist mit Füllstand, benetzter Oberfläche, Isolierung oder Brandschutzbeschichtung gekoppelt. Gleichzeitig sinkt die Werkstofffestigkeit bei erwärmter Wand. Entlastungsleistung, Abblasegegendruck, Sattel- und Mantelnachweis sowie sichere Abführung sind als zusammenhängendes Schutzkonzept zu behandeln.
Erforderliche Auslegungsdaten
- Behältergeometrie und maximaler/minimaler Füllstand
- Stoffdaten des druckverflüssigten Gases
- Brandannahme, Isolierung und Brandschutz
- Entlastungsdruck, Gegendruck und Abblasesystem
Technischer Lösungsweg
Feuerszenario definieren
Beflammte Fläche, Wärmestrom, Abschirmung und Wirksamkeit passiver Schutzmaßnahmen werden festgelegt.
Benetzte Fläche bestimmen
Die thermisch wirksame Oberfläche wird aus Geometrie und maßgebendem Flüssigkeitsstand berechnet.
Verdampfungsstrom bilanzieren
Netto-Wärmeeintrag und Verdampfungsenthalpie liefern den erforderlichen Entlastungsmassenstrom.
Entlastungssystem auslegen
Ventilquerschnitt, Zuleitung, Gegendruck und Abblaseleitung werden für den Feuerfall dimensioniert.
Behälterzustand prüfen
Mantel, Böden, Sättel und zulässiger Druck werden mit Feuerfalltemperatur und Betriebs-/Prüffällen abgeglichen.
Erwartete Ergebnisse
Geeignete SOL-ALPHA-Module
Die Module sind eine fachlich plausible Werkzeugkette. Ihre endgültige Auswahl und Reihenfolge wird bei der späteren konkreten Berechnung anhand des Regelwerks und der Projektrandbedingungen bestätigt.