SOL ALPHA
Lagerung · Druckverflüssigter-Gas-Lagerbehälter

Feuerfall eines druckverflüssigten Gasbehälters absichern

Wärmeeintrag, Verdampfung, Entlastungsleistung und mechanische Auslegung eines liegenden LPG-Lagerbehälters bewerten.

5 Lösungsschritte6 passende ModuleStatus: Lösungsansatz

Die Aufgabenstellung

Ein liegender Lagerbehälter enthält ein druckverflüssigtes Gas. Bei äußerer Brandbeaufschlagung wird Wärme in die benetzte Wand eingetragen und Flüssigkeit verdampft. Das Sicherheitsventil muss den erzeugten Dampf abführen, ohne dass der Behälterdruck den zulässigen Grenzwert überschreitet.

Der Feuerfall ist mit Füllstand, benetzter Oberfläche, Isolierung oder Brandschutzbeschichtung gekoppelt. Gleichzeitig sinkt die Werkstofffestigkeit bei erwärmter Wand. Entlastungsleistung, Abblasegegendruck, Sattel- und Mantelnachweis sowie sichere Abführung sind als zusammenhängendes Schutzkonzept zu behandeln.

Erforderliche Auslegungsdaten

  • Behältergeometrie und maximaler/minimaler Füllstand
  • Stoffdaten des druckverflüssigten Gases
  • Brandannahme, Isolierung und Brandschutz
  • Entlastungsdruck, Gegendruck und Abblasesystem

Technischer Lösungsweg

Feuerszenario definieren

Beflammte Fläche, Wärmestrom, Abschirmung und Wirksamkeit passiver Schutzmaßnahmen werden festgelegt.

Benetzte Fläche bestimmen

Die thermisch wirksame Oberfläche wird aus Geometrie und maßgebendem Flüssigkeitsstand berechnet.

Verdampfungsstrom bilanzieren

Netto-Wärmeeintrag und Verdampfungsenthalpie liefern den erforderlichen Entlastungsmassenstrom.

Entlastungssystem auslegen

Ventilquerschnitt, Zuleitung, Gegendruck und Abblaseleitung werden für den Feuerfall dimensioniert.

Behälterzustand prüfen

Mantel, Böden, Sättel und zulässiger Druck werden mit Feuerfalltemperatur und Betriebs-/Prüffällen abgeglichen.

Erwartete Ergebnisse

Feuerfall und benetzte Oberfläche
Wärmeeintrag und Verdampfungsstrom
Ventil- und Abblaseleitungsdimension
Behälter- und Sattelnachweis für alle relevanten Zustände

Geeignete SOL-ALPHA-Module

Die Module sind eine fachlich plausible Werkzeugkette. Ihre endgültige Auswahl und Reihenfolge wird bei der späteren konkreten Berechnung anhand des Regelwerks und der Projektrandbedingungen bestätigt.