Die Aufgabenstellung
Bei der Gärung entsteht zeitabhängig Wärme, die abgeführt werden muss, um das gewünschte Temperaturprofil einzuhalten. Zusätzlich soll der Tank nach Prozessende innerhalb einer vorgegebenen Zeit auf Lagertemperatur abgekühlt werden.
Kühltaschen arbeiten nur auf benetzter Fläche und ihre Leistung ändert sich mit dem Füllstand. CO₂-Erzeugung, Spunddruck, Reinigung und möglicher blockierter Gasweg definieren Druckfälle; der schlanke Tank benötigt außerdem eine sichere Aufstellung.
Erforderliche Auslegungsdaten
- Tankvolumen, Füllstand und Chargenprofil
- Würze-/Bierstoffwerte und Gärwärme
- Kältemitteltemperaturen und verfügbare Fördermenge
- CO₂-Rate, Betriebsdruck und CIP-Fälle
Technischer Lösungsweg
Gär- und Kühlprofil bilanzieren
Zeitabhängige Gärwärme, Wärmeverluste und sensible Abkühlung werden getrennt abgebildet.
Aktive Kühlfläche bestimmen
Benetzte Kühltaschenfläche wird für alle relevanten Füllstände ermittelt.
Kühltaschen auslegen
Wärmeübergang, Kühlmittelstrom und Druckverlust werden auf Spitzenlast und Abkühlzeit abgestimmt.
Druckfälle definieren
Spundbetrieb, maximale CO₂-Bildung, CIP, blockierter Auslass und Vakuum beim Entleeren werden bewertet.
Tank mechanisch abschließen
Mantel, Konus/Boden, Stutzen, Standzarge und Entlastung werden für die maßgebenden Fälle nachgewiesen.
Erwartete Ergebnisse
Geeignete SOL-ALPHA-Module
Die Module sind eine fachlich plausible Werkzeugkette. Ihre endgültige Auswahl und Reihenfolge wird bei der späteren konkreten Berechnung anhand des Regelwerks und der Projektrandbedingungen bestätigt.