SOL ALPHA
Trenntechnik · Horizontalabscheider

Horizontalen Gas-Flüssigkeits-Abscheider auslegen

Abscheidefläche, Flüssigkeitspuffer, Zweiphaseneintritt, Druckbehälter und Sättel eines Horizontalabscheiders bestimmen.

5 Lösungsschritte6 passende ModuleStatus: Lösungsansatz

Die Aufgabenstellung

Ein zweiphasiger Zulauf soll in Gas und Flüssigkeit getrennt werden. Der Gasraum muss die geforderte Tropfengröße abscheiden, während der Flüssigkeitsraum Normalstand, Regelbereich, Alarmvolumen und gegebenenfalls Slugvolumen aufnimmt.

Durchmesser und Länge sind gekoppelt: Ein größerer Durchmesser verbessert Gasquerschnitt und Pufferhöhe, erhöht aber Gewicht und Wanddicke. Eintrittsimpuls, Schaumbildung, Mitriss, Wiederaufwirbelung und die Lage der Stutzen entscheiden darüber, ob die theoretische Abscheideleistung praktisch erreicht wird.

Erforderliche Auslegungsdaten

  • Gas- und Flüssigkeitsstrom bei Minimal-, Normal- und Maximalfall
  • Dichten, Viskositäten, Oberflächenspannung und Tropfengröße
  • Erforderliche Puffer- und Slugzeit
  • Betriebsdruck, Auslegungsfälle und externe Rohrlasten

Technischer Lösungsweg

Zulauf charakterisieren

Phasenströme und Zweiphasendruckverlust werden für alle Lastfälle bestimmt; Slugs sind getrennt vom stationären Betrieb zu behandeln.

Gasquerschnitt dimensionieren

Die zulässige Gasgeschwindigkeit wird aus Tropfengröße, Dichtedifferenz und Abscheideeinbauten abgeleitet.

Flüssigkeitsvolumen staffeln

Low-Low, Normal-, High- und High-High-Level werden aus Regel-, Alarm- und Reaktionszeiten festgelegt.

Geometrie und Einbauten prüfen

L/D-Verhältnis, Eintrittsberuhigung, Demister, Ablauf und Schutz gegen Wiederaufwirbelung werden iteriert.

Behälter und Lager nachweisen

Mantel, Böden, Öffnungen und Sättel werden für Druck, Eigengewicht, Flüssigkeitsgewicht und Rohrlasten berechnet.

Erwartete Ergebnisse

Behälterdurchmesser und Tangentenlänge
Gasbelastung und Grenztropfengröße
Füllstände und Pufferzeiten
Druckteil-, Stutzen- und Sattelnachweis

Geeignete SOL-ALPHA-Module

Die Module sind eine fachlich plausible Werkzeugkette. Ihre endgültige Auswahl und Reihenfolge wird bei der späteren konkreten Berechnung anhand des Regelwerks und der Projektrandbedingungen bestätigt.